Vorstellung eines bisher gesunden und aktiven 16-Jährigen mit Fieber und Oberbauchschmerzen. Es hatte 12 Tage zuvor seine 1.Pfizer-Impfung erhalten. Im Aufnahmelabor zeigten sich ein erhöhtes CRP, erniedrigte Lymphozyten und Thrombozyten sowie leicht erhöhte Leberwerte. Bei unbekanntem Infekt-Fokus erhielt der Patient eine empirische Antibiotika-Therapie. Im Verlauf der nächsten 48 Stunden verschlechterte sich der Zustand des Patienten zunehmend. Er entwickelte einen Ausschlag, hohes Fieber, starke Bauchschmerzen und Atemnot. Er wurde auf die Intensivstation verlegt, intubiert und beatmet. Die antibiotische Therapie wurde erweitert. In der Computertomografie zeigten sich ausgedehnte entzündliche Infiltrate in beiden Lungen sowie im Oberbauch und ein kleiner Perikarderguß. Eine umfangreiche Infektionsdiagnostik war negativ. Es gab auch keine frühere SARS-CoV2-Infektion. Aufgrund einer weiteren Verschlechterung der respiratorischen Situation erhielt der Patient Kortison und musste in Bauchlage beatmet werden. Am 7. Tag zeigten sich auch Auffälligkeiten im EKG und erhöhte Herzenzyme. Im Herz-Ultraschall und Herz-MRT ergab sich der Verdacht auf eine Myokarditis mit mittelgradig eingeschränkter Linksventrikelfunktion. Der Patient erhielt daraufhin hochdosiertes intravenöses Kortison und Immunglobuline, was zu einer raschen Besserung führte. Der Patient konnte nach 2 Wochen nach Hause entlassen werden. Von einer weiteren SARS-CoV2-Impfung wurde abgeraten.
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