Obwohl es bereits reichlich wissenschaftliche Literatur zum Post-Vakzin-Syndrom (PVS) gibt, wird diese Nebenwirkung oft negiert. Die Erkrankung ist durch lange anhaltende vielfältige Symptome gekennzeichnet und ähnelt in vielen Dingen Long-Covid – der gemeinsame Auslöser ist das Spike-Protein (Anm: leider wird meist gar nicht der Versuch unternommen, diese beiden Entitäten zu unterscheiden und der Patient läuft unter die Diagnose Long-Covid, was einerseits die Nebenwirkungserfassung verfälscht und andererseits dazu führen kann, dass ein impfgeschädigter Patient neuerlich geimpft wird, was ein Kunstfehler ist. Die Häufigkeitsangaben in dieser Studie sind auf Grund der völlig unzureichenden Erfassung von PVS nicht aussagekräftig). Die Beschwerden reichen von Dysautonomie (Anm: Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems, das unwillkürliche Prozesse wie Herzschlag, Blutdruck, Verdauung und Temperatur steuert mit Symptomen wie Schwindel, Ohnmacht, Herzrasen oder Verdauungsstörungen), Belastungsintoleranz, Müdigkeit bis zu neuropathischen Schmerzen und kognitiven Störungen und überschneiden sich mit bekannten Syndromen wie Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Müdigkeitssyndrom (ME/CFS), Posturalem Orthostatischem Syndrom (POTS) und Small-Fiber-Neuropathie. Durch die fehlende formale Anerkennung des Postvakzin-Syndroms kommt es zu einer unzureichenden Behandlung der Betroffenen, fehlender Forschungsfinanzierung für bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten und fehlender Entschädigung und finanzieller Unterstützung für die meist extrem teure medizinische Betreuung (Anm: wenn die Betroffenen überhaupt ernst genommen werden und nicht in die „psychiatrische Ecke“ gestellt werden).
Als potenzielle Auslöser werden genannt: mitochondriale Veränderungen, Störung der Blut-Hirnschranke mit Entzündungsprozessen im Gehirn, Fehlfaltung von Spike-Proteinen (Anm: mit Amyolid-Ablagerungen in diversen Geweben), Gerinnselbildungen oder Veränderungen nikotinerger Rezeptoren (Anm: diese regulieren u.a. Muskelkontraktionen, Herzfrequenz, Magensäure-Sekretion…).
Zur Differenzierung zwischen Infektions- und Impf-Folge gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Vorhandensein des N-Proteins weist auf eine natürliche Infektion hin
- Nachweis des Spike-Proteins im Serum, in Immunzellen oder verschiedenen Geweben
- Unterscheidung des unterschiedlichen genetischen Aufbaus von Infektions- und Impf-Spike mittels Massenspektrometrie
- bestimmte Biomarker-Konstellationen
Zur Anerkennung eines Impf-Schadens müssen andere potenzielle Auslöser ausgeschlossen sein (was die Möglichkeit einer multifaktoriellen Genese ausschließt), es sollte ein zeitlicher Zusammenhang bestehen (innerhalb eines definierten Risikofensters, das meist nur Tage bis wenige Wochen beträgt) und wenn möglich bereits ein Kausalzusammenhang beschrieben worden sein (Anm: hier wird leider eine Beweislast-Umkehr betrieben, indem der Geschädigte nachweisen muss, dass der Schaden von der Impfung kommt, was oft nicht möglich ist). Die Veröffentlichung von Impfschadentabellen, welche anerkannte Nebenwirkungen auflisten und Geschädigten so eine Anerkennung erleichtern, wurde in den USA massiv verzögert (Stand Dezember 2024 noch immer nicht veröffentlicht).
Zusätzlich erhielten die Hersteller der Covid-Impfstoffe eine Haftungsfreistellung. Bis zur Einreichung dieser Studie waren in den USA erst 25% der Anträge auf Nebenwirkungsanerkennung dieser Impfstoffe geprüft.
Die Forschung zum PVS ist leider sehr begrenzt, da kaum Forschungsgelder dafür bereitgestellt werden. Dringend notwendige Schritte wären eine Erstellung klarer Diagnosekriterien, strukturierte Unterscheidungshilfen zu Long-Covid sowie die Entwicklung wirksamer Therapiekonzepte (derzeit probieren Geschädigte im Schnitt 20 verschieden Therapieformen, die sie meist aus eigener Tasche bezahlen müssen, was auch die Gefahr unseriöser Anbieter steigert).
Eine Anerkennung von PVS wäre nicht nur für die Geschädigten dringend notwendig, sondern auch für die Allgemeinheit, da die Betroffenen oft arbeitsunfähig sind. Der nicht evidenzbasierte Umgang mit Impfschäden führt zu einer wachsenden Skepsis nicht nur gegenüber Covid-Impfstoffen, sondern gegenüber Impfungen, Wissenschaft sowie Politik allgemein, was verständlich ist, wenn man Geschädigte ignoriert und sich selbst überlässt.
https://www.cell.com/action/showPdf?pii=S2405-8440%2825%2901864-X